Interview mit Birgit von EmmaBee

Ihr wollte etwas Leckeres kochen oder seid auf der Suche nach einer schönen Bastelidee?  Dann schaut mal in den Blog EmmaBee, denn da gibt es ganz viele kreative DIY-Projekte und kulinarische Versuchungen zu entdecken. Ich habe dort vor ein paar Monaten das Rezept für ein superleckeres Wintertiramisu gefunden (das wird sofort wieder gemacht, wenn es wieder Spekulatius gibt) oder ein ebenfalls köstliches gefülltes Brot. Geschrieben wird der Blog von Birgit, die ihr heute im Interview näher kennenlernen könnt.  EmmaBee bzw. Birgit ist wirklich eine ziemlich fleißige “Biene”, denn sie schreibt seit ein paar Wochen noch einen zweiten Blog: LadiesTalkBusiness. Und der ist sehr interessant für alle, die sich mit dem Thema Bloggen beschäftigen.

Bitte stelle Dich vor:

Ich heiße Birgit und bin 36 Jahre alt. Zu mir gehören noch ein Traum-Mann und 2 kleine Traum-Mädels, Emma (5 Jahre) und Frieda (2 Jahre). Wir leben in München. Wenn ich nicht blogge, koche, backe oder die Wohnung umgestalte, dann arbeite ich als Schulsozialarbeiterin an einer Münchner Mittelschule.

Seit wann und wieso bloggst Du?

Angefangen habe ich im November 2010. Meine kleine Tochter war kurz vorher geboren und um dem reinen Mami-Alltag, der sich oft nur um Essens- & Schlafzeiten und Windelwechseln drehte kurz zu entfliehen, startete ich meinen Blog. Die Bloggerwelt war mir bis dahin vollkommen fremd, aber es dauerte nicht lange und sie zog mich sofort in ihren Bann. Es gibt so viele, viele, schöne Blogs da draußen! Und ich hatte eine wunderbare Beschäftigung: während mein Baby schlief bloggte ich über meine Bastel- und Koch-/Backabenteuer.

Wieso heißt Dein Blog EmmaBee?

Der Name meines Blogs setzt sich zusammen aus Emma: der Name meiner ältesten Tochter und Bee: ein Spitzname den mir eine gute Freundin aus Kanada vor vielen, vielen Jahren mal verlieh, weil ich mir in meiner Sturm- und Drangzeit eine kleine Biene auf den Körper tätowieren hab’ lassen.

Du stellst auf Emma Bee viele kreative Ideen und Kochrezepte vor. Wie kommst Du auf die Ideen? Warst Du schon immer so kreativ oder ist das durch das Bloggen gekommen bzw. verstärkt worden?

Kreativ war ich schon immer. Ich komme aus einer kreativen Familie, habe viel Zeit in der Kürschner- und Schneiderwerkstatt meiner Großeltern verbracht. Als typische Stierfrau esse ich für mein Leben gern, also liegt Kochen und Backen ja auch sehr nahe, wobei ich zugeben muss, dass ich damit eigentlich erst mit mit Mitte/Ende 20 zögerlich anfing. Ich habe 2 Jahre in Philadelphia/USA verbracht und entwickelte dort eine große Leidenschaft für den Foodnetwork-Channel und für Kochbücher. So fing ich dann langsam an Rezepte nachzkochen. Mit viel Übung klappte es dann irgendwann immer besser. Mich in der Küche oder mit Bastel-/Deko-Arbeiten auszutoben ist für mich Entspannung pur. Und auch wenn die Tage manchmal unglaublich lang und busy sind, dafür finde ich meistens ein bisschen Zeit. Und meine 2 kleinen Damen sind mittlerweile auch schon 2 richtige Basteltanten und lieben es auch in der Küche Hand anzulegen. Noch ist für sie der größte Spaß daran das Aus- und Abschlecken der Backutensilien, aber das war in meiner Kindheit nicht anders. Ganz viel Inspiration hole ich mir aus Zeitschriften, Büchern und natürlich von anderen Blogs. Das ist das Gute an Kreativität: sie braucht sich nicht auf, denn je mehr du sie nutzt, desto mehr hast du davon!

Bitte erzähle etwas über Deinen neuen Blog LadiesTalk Business:

LadiesTalkBusiness ist mein neues Blog-Baby. Einfach gesagt: es ist ein Blog übers Bloggen. Ich habe als absoluter Anfänger und Wenig-Checker mit dem Bloggen angefangen. Mein Mann kann heute noch nicht verstehen wie ich so einen Blog hinbekomme ;-). Ich habe viel durch einfaches Ausprobieren, Abschauen und Nachfragen gelernt. Und darum geht’s in meinem neuen Blog: ich möchte alles was ich übers Bloggen gelernt habe mit anderen Bloggerinnen da draußen teilen. Caro von Sodapop-Design hat es so wunderbar formuliert: BLOGGEN IST DAS GEGENTEIL VON ALLES FÜR SICH BEHALTEN. Es gibt so viele wunderbare Blogs über alle möglichen Themen, was mir fehlte waren leicht verständliche Infos darüber wie andere ihre Blogs bearbeiten, denn nicht jeder hat eine teure Photoshop-Kopie daheim, ist ein Layout-Crack oder einfach ein Naturtalent. Und für mich selber habe ich herausgefunden, dass man auch ohne teures Equipment zu ganz ansehnlichen Ergebnissen kommen kann. LadiesTalkBusiness soll eine Plattform bzw. eine Art Netzwerk sein. Da draußen schlummert so viel Bloggerwissen und ich möchte anderen Bloggern die Möglichkeit geben das auf LadiesTalkBusiness zu teilen und damit sich und ihren Blog auch kurz vorzustellen. Momentan gibt’s es die ersten Posts in den Rubriken: Photo, Text, Sharing, LadiesTalkBusiness-Darlings, Inspiration&Motivation und Academy&Events. Und das ist nur der Anfang. Ich bekomme viele Mails von anderen Bloggerinnen die die Idee wunderbar finden und sich auch gerne mit einem Beitrag daran beteiligen möchte. Das freut mich wirklich sehr!

Zwei Blogs zu schreiben ist ziemlich zeitintensiv. Wieviel Zeit verbringst Du fürs Bloggen? Wie gehst Du beim Bloggen vor: Schreibst Du Deine Posts eher spontan oder planst Du die Themen im Voraus?

Oh ja, Zeit ist irgendwie nie genug vorhanden… Zumindest fühlt es sich oft so an. Ich bin meist recht spontan. Damit keine Idee verloren geht habe ich eine Menge Notizbücher die ich fast immer mit mir herumtrage. Dort halte ich alles fest. Daheim habe ich einige „Pinnwände“ oder Moodboards, da hängt auch eine Menge. Die Dinge die ich auf meinem Blog vorstelle, sind meist Sachen die ich für mich und meine Familie mache. Egal ob es Deko fürs Kinderzimmer ist oder ein neues Rezept ausprobiert wird. Das habe ich vorher meist auch alles gemacht, jetzt liegt der einzige Unterschied darin, dass ich die Resultate nun noch schnell fotografiere, die Bilder bearbeite und anschließend poste. Ich versuche so wenig Aufwand zu betreiben wie nötig. So wie ihr es auf den Bildern seht, so stehen die Sachen dann in der Regel auf unserem Tisch oder hängen/liegen in der Wohnung. Es gibt keine Foodstyling oder andere unnötige Zeitfresser. Dafür fehlt mir mit 2 kleinen Kindern einfach schlichtweg die Zeit. Und ich möchte lieber authentisch als perfekt sein.

Für einen Post (Fotografieren, Bilder bearbeiten und Text schreiben) brauche ich ca. 2 Stunden. Darin enthalten ist aber natürlich nicht die Zeit die ich für die Herstellung des jeweiligen Bastelprojekts oder Kuchens etc. benötige.

Was macht Dir am Bloggen am meisten Spaß?

Oh Gott, ich weiß nicht mehr wie ich noch bis vor 2 Jahren ohne Blogs leben konnte. Heute gehören sie zu meinem Alltag dazu. Ich habe ein paar Blogs die ich regelmäßig lese. Dank Pinterest und Craftgawker ist die Bloggerwelt etwas überschaubarer geworden. Ich liebe den Kontakt zu anderen Bloggerinnen und empfinde es als große Bereicherung. Holly Becker hat mal gesagt, dass das Bloggen als persönlicher Katalysator für eigenen Wünsche, Ziele und Träume dienen kann. Und recht hat sie!

Wie sieht ein normaler Tag bei Dir aus?

Nicht anders als bei anderen berufstätigen Müttern. Wir stehen früh auf, dann fahre ich meine Tour: Kinderkrippe, Kindergarten, Arbeit bis mittags. Dann heißt es Kinder wieder einsammeln und ab nach Hause. Unsere Nachmittage gestalte ich dann so wenig aufregend wie möglich bzw. nötig denn der Vormittag ist meist für alle schon intensiv und aufregend genug! Mit Proviant für die Kinder und einem großen Milchkaffee & Lektüre (Zeitschrift, Kochbuch, Notizbuch,…) für mich geht’s dann ins Freie. Dort finden wir alle die nötige Entspannung! Gebloggt wird dann abends, wenn die Kinder im Bett ist.

Hast Du ein Lebensmotto?

Hmmm… Da muss ich glatt überlegen: ein richtiges Lebensmotto habe ich nicht, aber ein paar Grundsätze nach denen ich lebe: ich finde das Leben ist zum Genießen da. Menschen kommen immer vor Dingen. Glück ist kein Zufall sondern eine innere Haltung und eine persönliche Entscheidung. Und dann wäre da noch: Am Ende wird alles gut. IMMER.

Vielen Dank!

Fotos: EmmaBee

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Eine Antwort auf Interview mit Birgit von EmmaBee

  1. Melanie sagt:

    Ein sehr schönes Interview mit einer sehr symphatischen “Interviewten”! :) LG, Melanie

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